Tag des Mischlingshundes – Klasse ohne Rasse

Mischlingshund

Der Tag des Mischlingshundes am 31. Juli ist eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, wie vielfältig und interessant Mischlingshunde sind. Alleine bei TASSO sind fast zwei Millionen Mischlinge registriert. Viele Menschen, die einen Hund in ihre Familie aufnehmen möchten, suchen nicht unbedingt einen Rassehund.

Entscheidung für einen Mischlingshund

Laut TASSO-Leiter Philip McCreight ist die Entscheidung für einen Mischling gleichzeitig auch ein Zeichen gegen den Trend der Überzüchtung einiger Rassen. Es gäbe immer eine Mode für bestimmte Rassen. Beispielsweise in den 1990er Jahren Dalmatiner und heute Französische Bulldoggen und Möpse. Obwohl diese Hunderassen alles tolle Tiere und hervorragende Begleiter sind, führt die vermehrte Nachfrage häufig zu einer übersteigerten Zucht. Als Folge vererben sich oft Gendefekte oder es gesundheitliche Einschränkungen durch das betonte Herauszüchten bestimmter Merkmale, die von einigen Menschen als ansprechend wahrgenommen werden.

MopsBei Möpsen ist es leider schon lange Trend, die Nase so kurz wie möglich zu züchten, was dazu führt, dass die Tiere oft unter Atemnot leiden und anfälliger für Krankheiten sind. Zwar gibt es mittlerweile Rückzüchtungen, bei denen die Tiere wieder „mehr“ Nase haben, aber diesen Prozess umzukehren ist schwierig.

Erhöhte Nachfrage nach Modehunden

Die meisten Hundezüchter sind seriös und versuchen ihre Tiere so zu züchten, dass sie gesund sind und Gendefekte vermieden werden. Doch leider führt eine erhöhte Nachfrage nach Modehunden auch immer zu einem Anstieg unseriöser Vermehrer. Diese halten meistens Tiere im Ausland als „Gebärmaschinen“ und verkaufen die Welpen dann nach Österreich oder Deutschland. Leider gehen noch immer viele Interessenten, die sich nicht ausreichend mit dem Wunsch nach einem Rassehunde beschäftigt haben oder bei ihrer Wahl zu stark von der Mode beeinflusst worden sind, auf diese unseriösen Angebote ein. Da die Mütter der Wühltischwelpen unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten und die Welpen häufig zu früh von den Muttertieren getrennt und nicht geimpft werden, führt das traurige Resultat zu kranken Hunden. Bereits kurz nach der Übergabe kommen so hohe Tierarztkosten auf den Käufer zu.

Warum einen Mischling adoptieren?

Mischlinge stecken voller Überraschung:

  • Dadurch, dass Mischlinge häufig mehrere Rassemerkmale in sich vereinen, entsteht optisch ein interessantes Bild.
  • Rassebedingte Eigenschaften und Talente zeigen bei einem Mischlingshund häufig eine aufregende Kombination.

Gute Gründe um einen Mischling zu adoptieren! Wer sich also überlegt einen Hund aufzunehmen, sollte bei dieser Entscheidung Mischlinge, besonders aus dem Tierschutz, wo noch viele dieser Tiere auf ein neues Zuhause warten, nicht von vornherein ausschließen.

Quelle: TASSO, derMops.at

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Ein Gedanke zu „Tag des Mischlingshundes – Klasse ohne Rasse“

  1. Vielfältigkeit ist am Interessantesten, beim Menschen wie beim Tier.
    Der Hund meiner SchwieMu ist Lhasa Apso + Tibetterrier. Eine etwas „doofe“ (sorry) und tollpatschige Kombi, dafür aber umso liebenswerter.
    Auch bei unserer Katze: Europäisch Kurzhaar + Main Coon + irgendwas undefiniertes. Dadurch haben wir unsere dreifärbige Yuki mit getigert braun, gelb und weiß bekommen. Wunderschön!

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