Vom Tierheimhund zum Therapiehund

Durch das Projekt Vom Tierheimhund zum Therapiehund sollen Listenhunde, die kaum eine Chance auf Vergabe haben, dahingehend trainiert werden, dass sie sich an Menschen, Artgenossen, Lärm, Gehhilfen und Rollstühle gewöhnen und lernen in solchen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben.

Chancen für Tierheimhunde auf Vergabe steigen

Durch diese verbesserten Charaktereigenschaften wird die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Hunde doch noch das Tierheim verlassen darf stark erhöht. Von den zehn Hunden sind nur mehr drei aus der Originalbesetzung dabei. Die meisten anderen Hunde konnten in der Zwischenzeit glücklicherweise vergeben werden.

Ausbildungskosten

Die Kosten für die zweijährige Ausbildung betragen circa 1000 Euro pro Hund und werden vollständig aus Spenden finanziert. Es hängt natürlich vom jeweiligen Hund ab, wie schnell Fortschritte gemacht werden. Es gibt Hunde, die sehr aufnahmefähig und wissbegierig sind, andere brauchen etwas länger, um sich an das Training und die Abläufe zu gewöhnen.

Aktiver Beitrag zum Tierschutz

Das Training der Hunde ist für alle gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Tierschutz, da auf diese Weise die Bezeichnung „gefährlicher Hund“ für einen „Listenhund“ an Bedeutung verliert.

Jeder Hund, egal welcher Rasse, kann durch entsprechendes Training erstaunliches leisten und überrascht oft selbst Trainer und Paten, die sich so liebevoll um ihre Schützlinge kümmern.

Schwerpunkte bei der Ausbildung

In einem circa zweiwöchigen Abstand werden mit den Teams, jeweils ein Pate mit dem
entsprechenden Hund, gearbeitet, dabei wird auf folgende Schwerpunkte
geachtet:

  • Verhalten mit Menschen
  • Verhalten der Hunde miteinander
  • Gewöhnung an Gehhilfen, Rollstühle, Lärm usw.
  • Zuverlässige Kontrollierbarkeit.

Die Paten werden ebenfalls geschult, besondere Schwerpunkte sind
dabei:

  • Grundlagen des Hundeverhaltens und Lernsysteme
  • Wie lese ich meinen Hund
  • Einsatzmöglicheiten eines Therapiehundes
  • und Unterstützung im praktischen Training beziehungsweise bei Fragen.

Resümee: Vom Tierheimhund zum Therapiehund

Das Projekt „Vom Tierheimhund zum Therapiehund“ ist für 2 Jahre konzipiert, die erste Zwischenprüfung wurde von den meisten erfolgreich abgelegt.

Die Tiere und die Menschen zeigten laut dem Wiener Tierschutzverein von Anfang an unglaublichen Arbeitseifer. Sehr bald konnten die Hunde ohne Maulkorb trainieren und es gab kaum Probleme im innerartlichen Umgang. Es war deutlich zu sehen, wie die Tiere dieses Arbeiten mit ihrem Menschen genießen. Auch die Paten freuen sich über die wirklich erstaunlichen Erfolge ihrer Schützlinge. „Mit den Tieren eine sinnvolle Aufgabe haben, und den Tieren bessere Vergabechancen sichern und Treffen von Gleichgesinnten“, sehen die meisten Paten als einen der Gründe ihrer Teilnahme.

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