Große Unterschriftenaktion gegen Massentierhaltung

Hahn
So ein großes Gehege wie dieser Hahn haben die meisten Hühner nicht.

In vielen österreichischen Ställen bei Großbetrieben ist die Haltung von Hühner, Rinder, Schweine oder Puten sehr problematisch. Laut dem VGT müssen beispielsweise 20 Hühner auf einem einzigen Quadratmeter auskommen – im Gegensatz zu dem Hahn auf unserem Titelfoto. Weiters würde die Geflügelindustrie und die Landwirtschaftskammer auf immer größere Betriebe und immer größere Besatzdichten setzen.

Massiver Antiobiotikaeinsatz

Je höher die Besatzdichte ist, desto mehr Antiobiotika wird üblicherweise verwendet um Seuchen unter den Tieren vorzubeugen. Eine Entwicklung die die Umwelt sowie die Gesundheit von Mensch und Tier massiv bedroht. Neben der Entstehung multiresistenter Keime, sind sogar bei konsequentem Antiobiotikaeinsatz Tierseuchen nicht auszuschließen. Das bestätigt ein Vorfall aus Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland. Vor einigen Tagen hat sich ein besonders gefährliches Infuenzavirus in einem großen Mastputenbetrieb ausgebreitet. 31 000 Tiere mussten getötet werden und es musste ein 3 km breiter Sperrbezirk eingerichtet werden. Der VGT sieht darin Ausmaße der Massentierhaltung, die auch in Österreich nicht auszuschließen sind.

Unterschriftensammelaktion

Um zu zeigen, dass die Österreicher und Österreicherinnen solche Zustände ablehnen, veranstaltet der VGT (Verein gegen Tierfabriken) eine Unterschriftensammelaktion in der Mariahilferstraße in Wien. Dabei werden Aktivisten in Hühnerkostümen Passanten auf die Petition aufmerksam machen und am Infostand Interessierte detaillierter über die Haltungsbedingungen informieren.

Bis zum 19. Jänner 2015 soll die Petition mindestens 30 000 Unterschriften erreichen, damit diese Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser vorgelegt werden kann. Dabei soll auch über die Forderungen der Petition wie zum Beispiel ein Ende der Bodenhaltung mit Käfigen oder ein Ende der Tötung aller männlichen Küken für die Eierproduktion besprochen werden.

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