Knallerei zu Silvester: Ein Problem für viele Tiere

Silvester Feuerwerk Böller
Knallerei zu Silvester

Seit jeher wird zu Silvester der Jahreswechsel um Mitternacht oft mit einem Feuerwerk, Böllern und Glocken eingeläutet. Heute drückt das Feuerwerk auch Vorfreude auf das neue Jahr aus. In sehr frühen Zeiten sollte das Feuerwerk  in animistischen Glauben früher „böse Geister“ vertreiben.

Für viele Tiere stellt die Knallerei zu Silvester ein großes Problem dar. Knalleffekte und Feuerwerke versetzen viele Tiere und Hunde in Angst und Panik. Schon Wochen vorher und nachher wird das Nervenkostüm von Mensch und Tier strapaziert. Für viele Tiere bedeutet dies Dauerstress. Die Tiere können die belastende Situation nicht ändern oder verhindern. Die Stresshormone werden nicht abgebaut und die körperliche Anspannung bleibt erhalten.

Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt zum Beispiel, wenn schon ein Feuerwerk abgefeuert werden soll, den Tieren zuliebe, nur ein buntes Feuerwerk ohne Knalleffekte wie Vulkane, Sonne sein. Weiters soll das Feuerwerk auch nur am eigentlichen Festtag abgebrannt werden, da die Böllerei leider bereits Tage davor losgeht.

Die meisten Tiere hören wesentlich besser als wir Menschen und reagieren mit Panik und kopfloser Flucht auf die Knallerei.  Bei einer Flucht können sie sich an Hindernissen sehr verletzen oder kopflos auf die Strasse rennen, wo sie schlimme Verkehrsunfälle auslösen

So werden dadurch auch jedes Jahr nach Silvester Hunde und Katzen als vermisst gemeldet, weil sie in Panik ausrissen. Während des Silvester Feuerwerks sollten Heimtiere daher bei  geschlossenen Fenstern im Haus gehalten werden. Katzenhalter sollten ihren Tieren an Silvester ausreichend Versteckmöglichkeiten anbieten.

Silvester Feuerwerk Tiere
Aktion für ein Feuerwerk-freies Silvester zu liebe den Tieren von „Planet Hund“.

Die österreichischen Tierärzte appellieren an die Bevölkerung auch zu Silvester einen „gelebten Tierschutz“ zu praktizieren und verweisen auf den §5 des Österreichischen Tierschutzgesetzes, der besagt: Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.

Besonders Hunde sind in der „angeblich ruhigsten Zeit des Jahres“ nur schwer zu überzeugen, die schützende Wohnung zu verlassen, wenn sie bereits Bekanntschaft mit einem Kracher gemacht haben. Im schlimmsten Fall reicht ein belastendes Erlebnis für eine lebenslange Traumatisierung. Die angstanfälligen Tiere mit Tabletten – oft starke Psychopharmaka – ruhig zu stellen, ist im Falle der wochenlangen Belastung nur eine suboptimale Lösung. Eine starke medikamentöse Beruhigung (Sedierung) über einen so langen Zeitraum ist ohne klinische Betreuung und Überwachung nicht möglich.

Als Tipp von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten sollten Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel Silvester am besten in einem sehr ruhigen Bereich der Wohnung verbringen. Die Fenster sollten geschlossen und abgedunkelt sein. Entspannungsmusik würde die Tiere ablenken und beruhigen.

Das Feuerwerk für einige Stunden kurz nach dem Jahreswechsel ist für empfindliche Tiere laut Tierärztekammer mit Hilfe von richtig ausgewählten Medikamenten durchaus erträglich zu gestalten. Bei wochenlanger Belastung, ist effektive Hilfe allerdings schwierig, man sollte sich am besten doch eher entschließen einen ruhigen Aufenthaltsort abseits der Städte aufzusuchen.

Was wäre eine sinnvolle Alternative zu Böllerei und Feuerwerk an Silvester?

Silvester Feuerwerk
Alternativen zum Silvesterfeuerwerk

Überlege dir, wie viel Geld du für ein Feuerwerk ausgeben würdest und Spende dieses Geld lieber einem Tierheim. Spenden für bestimmte Tierschutzorganisationen können sogar von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Dabei ist es wichtig die Spende noch im aktuellen Jahr zu tätigen und den Empfänger auf der Liste der begünstigten Spendenempfänger auf der Homepage des Bundesministerium für Finanzen (BMF) zu überprüfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.