Richtiger Umgang mit gefundenen Wildtieren

Wildtiere

Wann und wie man scheuen Wildtieren helfen kann ist nicht nur für Wanderer wichtig zu wissen. Nicht jedes Wildtier, das anscheinend allein am Boden sitzt, muss gleich gerettet oder versorgt werden, erklärte die Pfotenhilfe in einer Aussendung.

Der Grund für die Aufklärung seitens der Pfotenhilfe: Aufmerksame Tierliebhaber haben in den letzten Wochen nicht nur diverse Vogelbabies, sondern auch von Bäumen gestürzte Eichhörnchenbabies, junge verletzte Feldhasen und erst am vorigen Wochenende einen unterernährten aber sonst  gesunden Waldkauzästling in der Wildtierauffangstation der Pfotenhilfe abgegeben.

Das Waldkauzbaby, wird in Lochen nun liebevoll „Berti“ genannt, bekommt jetzt in regelmäßigen Abständen von den Tierschützern artgerechte Verpflegung und wird rund um die Uhr versorgt.

Laut dem Pfotenhilfe Sprecher, Sascha Sautner, passiert es immer wieder, dass zum Beispiel Jungeulen in einem Alter von nur einem Monat, noch flugunfähig aus dem Nest springen und scheinbar verlassen am Boden sitzen. Viele Menschen wissen aber nicht, dass Jungtiere auch am Boden von ihren Eltern versorgt werden, sofern sie nicht krank sind. Waldkauzästlinge sind gute Kletterer, die durch ihre scharfen Krallen und durch Einsatz ihrer Flügel meist den Weg zurück in ihre Brutstätte finden. Es stellt sich dadurch die Frage ob, oder ab wann man sich um vermutlich hilflose Wildtiere kümmern
muss. Eine 100% richtige Antwort gibt es in diesem Fall leider nicht.

Schwache, verletzte, kranke oder elternlose Wildtiere erkennen

Schwache, verletzte, kranke oder elternlose Wildtiere, die zum Überleben Unterstützung von Menschen benötigen, erkennt man meistens daran, dass sie sich bei Tageslicht zeigen.

Bitte aber eine Wildtierauffangstation oder den zuständigen Jäger anrufen, bevor ein Wildtier berührt oder gar mitgenommen wird. So stünden erfahrene Experten der Wildtierauffangstation wie die der Pfotenhilfe mit wertvollen Ratschlägen zur Seite, damit bei Notwendigkeit die ersten Schritte gesetzt werden können, ohne das Tier vielleicht sogar zu gefährden. Es handelt sich dabei um Wildtiere, die nur im absoluten Notfall, beispielsweise bei Krankheit oder Schwäche, in menschliche Obhut genommen werden sollten und selbst dann ist es notwendig Experten zu Fragen.

Quelle: OTS/Pfotenhilfe

Ähnliche Artikel

Tierschutzverein: Hände weg von Zuchttieren solang... Der Tierschutzverein Pfotenhilfe lehnt in einer Aussendung den Kauf von Tieren im Zoofachhandel oder beim Züchter strikt ab, solange auch nur ein einziges Tier im Tierheim sehnsüchtig auf ein liebevolles Zuhause wartet. Ob Internethändler, Züchter...
Geplantes Verbot von Wildtier-Kaufbörsen Das Verbot von Kaufbörsen für Wildtiere sowie die Ausweitung der Kastrationsplicht für Katzen sind zentrale Änderungen in den geplanten Novellen zu Tierschutzverordnungen. Sie wurden vom für Tierschutz zuständigen Gesundheitsministerium in Begutachtu...
Katzenkastrationskampagne: Kastrationspflicht von ... Eine Kastrationspflicht von Katzen gibt es in Österreich seit 2005. Dennoch ist diese vor allem am Land bei vielen Katzen nicht erfüllt worden, dabei helfen auch Strafen von bis zu 3750 Euro wenig. Tierschutzexperten wie Johanna Stadler von der Pfote...
Fünf Hundewelpen in einer kleinen Box weggeworfen Fünf Hundewelpen wurden herzlos in einer kleinen Box weggeworfen. Die entzückenden Welpen wurden einfach in einer kleinen Box am Straßenrand abgestellt und zurück gelassen. Eine aufmerksamer Passant hatte die Box entdeckt und in die PFOTENHILFE Lo...