Förderungen für Tierheime in der Steiermark sollen steigen

In der Steiermark soll es ein neues Fördermodell an öffentlichen Geldern für den Tierschutz in der Steiermark geben. Die Steuerberatungskanzlei Kleiner & Kleiner GmbH arbeitete an dem neuen Modell rund ein halbes Jahr.  Das Ergebnis: Für kein Tierheim wird es in Zukunft weniger Geld geben, vielmehr wurde durch einen neuen, einheitlichen Berechnungsschlüssel für alle acht steirischen Tierheime ein Mehrbedarf errechnet. Statt 1,3 Millionen Euro wird es ab 2014 1,7 Millionen Euro an Förderungen geben.

In der Vergangenheit gab es oft über die Fördergelder Streit, da bisher das Tierheim am meisten bekam, welches am meisten heraus verhandelte. Immer wieder waren Tierheime von der Insolvenz bedroht. Die Lage verschäfte sich besonders nach der 25-prozentigen Kürzung des Landes Steiermark im Jahr 2012.

Das neue und ab 1.1.2014 geltende Fördermodell berechnet die Auszahlungen an die Organisationen anhand fixer und variabler Kostenstellen.

In Zahlen ausgedrückt – so viel sollen diese Tierheime an Fördergelder bekommen, wenn sie den neuen Vertrag akzeptieren. Zu den Voraussetzungen bei diesem Vertrag zählen unter anderem eine ordentliche veterinärmedizinische Betreuung und die Benutzung einer neuen Datenbank.

  • Verein Aktiver Tierschutz Steiermark (Graz, Arche Noah): 582.700 Euro
  • Landestierschutzverein: 209.400 Euro (Graz) und 180.300 Euro (Murtal)
  • Tierhilfe-Tierstube Kapfenberg: 116.000 Euro
  • Tierschutzverein Purzel & Vicky/GU: 242.300 Euro
  • Tierschutzverein Leibnitz: 124.900 Euro
  • Tierschutz Bezirk Liezen: 121.600 Euro
  • Tierschutzverein Franziskus/Rosental: 166.00 Euro

Mit der erwähnten Datenbank sollen die Aufnahmen und die entstandenen Kosten nachvollzogen werden können. Weiter kann anhand dieser Daten auch auf Engpässe schneller reagiert werden können.

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